Samstag, 8. September 2007

Abends sitzen wir noch alle zusammen...




... und gucken japanisches Fernsehen. Jetzt läuft gerade S.W.A.T. mit Samuel L. Jackson auf japanisch synchronisiert... Weird... Wir Mädels wohnen alle im zweiten Stock (was in Japan eigentlich der erste Stock ist, hier gibt es kein Erdgeschoß). Nicolo wohnt im ersten Stock. So können wir zusammen frühstücken und wie gesagt abends fernsehen. Mal gucken, wann wir uns auf die Nerven gehen...






So sieht es in Tenri aus. Die Hauptstraße 天理本通 ist überdacht, hier gibt es viele Restaurants mit Plastikauslagen und kleine Lädchen. Der 100¥-Shop (der ist besonders wichtig) ist auch hier. Geht man diese Straße entlang, kommt man zum Hauptbahnhof.
Alles ist recht schnell zu erreichen, besonders wenn wir mit unseren neuen Fahrrädern unterwegs sind.



Ein Besuch Supermarkt ist immer noch totale Reizüberflutung. Gemüse ist teils bekannt, teils ein Mysterium... Ich bin gespannt, wann ich mich so gut auskennen werde, dass ich wirklich selbst ein japanisches Essen zubereiten kann... all die Tütchen sind noch sehr suspekt, nur die Sushitheke ist gut zu erkennen (wurde gleich ausprobiert, lecker... hier gibt es baneds verbilligtes Sushi und ganze Bento- also Lunchpakete. Davon kann man sich recht gut ernähren, wenn man nicht gerade in einem der vielen kleinen Restaurants in Tenri isst).








Die Japaner scheinen auch eine Vorliebe für Whiskey zu haben. Das auf dem Foto sind 4 Liter-Plastikflaschen voll Whiskey. (In Worten: VIER Liter... einen für Mami, einen für Papi, einen für Oma,...).

Hier ein paar Fotos...




Hier sind wir gerade im Anflug auf Osaka.

Jetzt ist fast eine Woche rum...

... und soweit haben wir uns ganz gut eingelebt.

Nach einem recht angenehmen Flug (Emirates sind sehr zu empfehlen, vor allem weil noch nie eine Emirates-Maschine abgestürzt ist… sehr beruhigend. Man sollte vor dem Flug allerdings nicht viel essen, man kommt während des Fluges aus dem Essen kaum raus. Sobald eine Mahlzeit abgedeckt ist, wird schon die nächste aufgefahren…), sind wir nun in Tenri angekommen. Am Flughafen holte uns ein netter Herr von der Uni ab, der uns nach Tenri zu den Wohnheimen brachte. Am selben Abend sind wir Essen gegangen und haben die ersten japanischen Germanistikstudenten kennen gelernt.
Mittlerweile hat man sich weitestgehend an das Wetter gewähnt, nur das Jetlag macht noch ein wenig zu schaffen.

Nach drei Tagen in Tenri haben wir soweit alles erledigt, was wichtig für unseren Aufenthalt in Japan ist. Wir haben uns im Rathaus angemeldet, ein Fahrrad gekauft und einen Handyvertrag abgeschlossen. Dabei wurde uns sehr von den japanischen Studenten geholfen. Geduldig sind sie mit uns zwei Tage lang durch die Stadt getrabt, um uns mit der japanischen Bürokratie zu helfen.
Auch die Reizüberflutung in japanischen Supermärkten und vor allem in den 100¥-Shops wird wider erwarten gut verkraftet. Allerdings sind japanische Lebensmittel bisher noch unerschlossenes Gebiet, ein Kochkurs wird da wohl weiterhelfen…

Als Ausländerin fühlte ich mich bisher recht wohl in Japan. Nicht nur die japanischen Studenten sind sehr hilfsbereit, auch die Verkäufer in den Läden, die Kellner in Restaurants und andere Einheimische mit denen wir bisher zu tun hatten, waren sehr freundlich. Auch die Verständigung klappt einigermaßen (wobei Nicolo noch ungeschlagener Sieger ist…). Natürlich wurden wir auch schon für Amerikaner gehalten…

Die nächste Zeit werden wir wohl fahrradgangmäßig durch Tenri gurken und die Stadt erkunden. Auch Osaka, Nara und Kyoto stehen natürlich auf dem Plan. Da die Uni erst am 21. September losgeht, haben wir noch genug Eingewöhnungszeit…